Mein Name ist Kathleen Pinske, geborene Bohnenstengel und bin 25 Jahre alt. Ich bin in der Malerei und Bildhauerei eine Autodidaktin.
Gemalt habe ich seit ich denken kann. Alles was, ich darüber weiß, habe ich mir selbst beigebracht oder die angewandte Technik ist aus dem Gefühl heraus entstanden. Teilweise machte ich rasante Fortschritte, was andere als Talent bezeichneten. Wobei ich denke, dass dieses Kreativsein in jedem von uns zu finden ist. Ich habe mal gelesen, dass der Mensch kreativ sein muss, egal wie, um er selbst zu sein und sich auszudrücken.
Mit etwa sieben Jahren war mir klar, ich bin Künstlerin und will das werden, welcher Gedanke meiner Familie nicht besonders gefallen hat, immerhin hieß es, dies sei brotlose Kunst und nur ein toter Künstler verdiene Geld. Durch das ständige Streben nach Anerkennung der Schaffungshöhe, in der Familie und durch private Probleme wurden meine Bilder gerade in der Jungendzeit immer depressiver. Damals war die Kunst mein einziges Ventil dies alles loszuwerden. Auf die Fragen meines Lehrers hin, warum ich so etwas malen würde, begann ich wieder schön zu zeichnen, denn um schöne Bildern macht niemand Rummel. Daraufhin bekam ich eine Blockade, die ich Jahre später erst beseitigen konnte. Es war bis dato ein gewaltiger Kraftakt überhaupt noch etwas in Richtung Kunst zu bewerkstelligen. Andererseits ging es mir aus diesem Grunde immer schlechter. Ich wollte malen und konnte es nicht...Eines Tages bearbeitete ich einen Speckstein und dann wurde mir ganz plötzlich klar - das bist du und willst du immer sein. Es war als, eröffne sich ein direkter Kanal zu allem...als sei alles Eins, es in mir und ich in ihm...
Meine Gedanken und Träume wurden Anfang 20 immer intensiver und drängender, ich solle Künstlerin werden, bis ich es nicht mehr aushielt und mir es immer schlechter ging, nicht der sein zu können, der ich wirklich bin. Nun bin ich selbstständige Künstlerin und meine Familie weiß es bis heute nicht. Aber es ist wichtiger, dass ich es weiß und dass man es fühlt, dass man ein Nein nicht akzeptieren muss und seinen Gefühlen folgt und nicht denen anderer.
Wenn ich male, fühlt es sich so an, als ob man mit dem Bild oder der Skulptur kommuniziere und es bzw. sie einem eine Geschichte über sich erzähle. Diese Gefühle und den Charakter versuche ich in meinen Bildern widerzugeben. Wenn ich wieder Künstler bin, dann scheint sich wieder diese Welt zu öffnen, in der man den Eindruck gewinnt, als sei alles Eins. Ich solchen Momenten "Bin Ich" einfach.
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Synästhesiemalerei - meine ganz besondere Kunst:
Synästhesie ist meine besondere Wahrnehmung. Ich fand es immer ein bisschen schade, dass so wenig darüber berichtet wurde, deswegen lassen Sie mich ein wenig erzählen, denn es ist so interessant mehr über unsere Welt zu erfahren, dass es mehr als nur fünf Sinne gibt.
Laut der Statistik können 4 % aller Menschen eine Synästhesie haben. Diese ist seit Geburt vorhanden. Dabei werden unterschiedliche Wahrnehmungen wie "Hören" mit z. B. "Sehen" gekoppelt. Das heißt speziell bei mir:
Meine Welt ist immer bunt (-:
Wenn ich Bewegungen sehe, höre ich mit dem "geistigen Ohr" Töne. Während des Verlaufs der Uhrzeit, des Jahres/ Monats/ Tages/ der Woche/ von Zahlenfolgen, des Alphabets und beim Rechnen sehe ich unveränderliche geometrische Formen vor meinem "geistigen Auge" und bewege mich geistig in einem mehrdimensionalen Raum (in der Form selbst). Zahlen, Buchstaben und Töne/ Musik haben bei mir immer spezielle Farben, Größen, Formen, Stimmungen, Richtungen und Charaktere. All diese Eigenschaften sind schon immer, seit meiner Geburt, vorhanden und verändern sich nie. Im Gegenteil, meine Synästhesie nahm mit meinem Alter zu.
Durch diese spezielle Wahrnehmung ist es mir möglich Tage ( z. B. Geburtstage), Zeiträume ( z. B. 2000 - 2004, 13°°-22°°Uhr), Worte ( z. B. Namen, Sätze) und Musik in abstrakte Bilder umzusetzen.
Nachdem ich Jahre lang natürlich gezeichnet habe, brachte mich eines Tages jemand auf die Idee das zu malen, was ich mit der Synästhesie wahrnahm. Schon während des Malens meiner ersten Bilder spürte ich diese Freude und wie frei ich mich plötzlich fühlte. Ich dachte mir, es sei eine tolle Idee jemanden solch ein Bild zu schenken, da es so einzigartig ist, so individuell und Sie können 100% sicher gehen, so wie ich die Welt sehe, sieht sie keiner.
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Meine Nahtoderfahrung vor und während der Geburt und ihr großer Einfluss:
Einerseits könnten Sie sich fragen, warum schreibt sie auf solch einer Seite darüber und andererseits denke ich, dass meine Nahtoderfahrung viel damit zu tun hat, warum ich Künstlerin bin und ich mich dann auch freier fühle. Vielleicht verstehen Sie, warum manche Bilder entstanden sind, dass meine Kunst viel mit Gefühlen zu tun hat. Sie werden wissen, dass selbst Ungeborene solche Erfahrungen haben und nicht nur Sterbende. Wobei einem klar wird, wie nah sich Leben und Tod sind und es nur eine scheinbare Grenze ist.
Vor meiner Geburt kam ich aus einem Licht, es fühlt sich an wie geballte Energie. Ich kam in ein anderes, in ein blaues Licht. Ich schien darin zu schweben. Sehr lange und wiederum sehr kurz, dass lässt sich schwer sagen, da Zeit irrelevant bzw. nicht existent war. Alles war absolut friedlich und ruhig...
Dann befand ich mich in einem schwarzen Tunnel. Ich hatte Angst, weil ich nicht wusste, wo ich hin müsse. Vor mir war eine Frau mit langen blonden Haaren und sie hatte ein blondes Mädchen an der Hand. Das war ihre Tochter. Ich lief Ihnen hinterher. Der Tunnel hatte keine wirklichen Begrenzungen, da alles Räumliche nicht existent war, sondern nur eine Vorstellung, ein Bild..., das lässt sich schwer beschreiben. Es wirkte so, als sei er geschätzte 50 Meter lang. An seinem Ende ging links eine Treppe weg, ein paar Stufen aufwärts. Ich sah hoch und da war ein Ausgang, aus dem ein grelles, unangenehmes Licht kam, in das die Frau und das Kind zuvor gegangen waren. Ich lief hinein, sah die Op Lichter und dann weiß ich nichts mehr.
Bis ich etwa 19 war, wusste ich nichts von solchen Nahtoderfahrungen, nur dass ich dieses Erlebnis nicht vergessen konnte. Ich musste fast jeden Tag daran denken...bis heute und mir kommt es so vor, als sei es erst gestern gewesen und würde immer und immer wieder passieren. Ich vermute, dass das mit dem Thema Zeit zusammenhängt. Alles Zeitliche existiert parallel ob Vergangenes oder Zukunft, was ja auch schon (endlich kann man fast sagen) Physiker rausgefunden haben. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum auch der Rest meiner Vergangenheit mir immer noch existent erscheint und nicht schon Jahre her.
Dass es eine Nahtoderfahrung war, ist mir erst klar geworden, als auch andere Menschen von solchen berichteten. Ich las viele Bücher und alle bestätigten mich in meiner Erinnerung und meinen Gefühlen. Die Tatsache, die mich vollends daran glauben ließ, war die, dass Blindgeborene unter einer Nahtoderfahrung das erste Mal sehen konnten und diese Berichte für absolut wahr befunden worden sowie der Beweis von Physikern, dass in jedem Teilchen, Bewusstsein steckt, dass Bewusstsein alles ist, was es gibt sowie unzerstörbar sei, da es aus Energie besteht. Mir wurde klar, warum ich schon als kleines Kind immer wusste, ich würde einen Sterbenden wiedersehen und ich nicht trauern konnte wie andere. Man hat versucht mir beizubringen, nach dem Tod sei alles aus, aber das konnte ich nie glauben. Meine innersten Gefühle sagten etwas anderes. Es war einfach eine Überzeugung tief aus einem selbst. Ich weiß heute, dass es sehr viele Menschen gibt, die außerkörperlichen Erfahrungen (die leichte Form der Nahtoderfahrung, wie ich es nenne) bewusst in der Meditation regelmäßig herbeirufen. Und auch unsere Träume dazu gehören.
Ich vermute, dass meine Synästhesie, leichte Telepathie, feinstoffliche Wahrnehmung, Fähigkeit für Vorahnungen und Sensibilität Überbleibsel dieser Erfahrung sind und sich dieser Kanal für jeden eröffnet, sobald solch eine Erfahrung gemacht wurde. Wahrscheinlich ist diese Erfahrung, dieser offene Kanal, wie ich es nenne, auch der Grund, weshalb ich schon als Kind Bilder aus meinem früheren Leben sah. Zudem habe ich das Glück, dass ich die Zeichen wahrnehmen kann, welchen Weg ich gehen sollte, um an mein Ziel zu kommen. Diese waren letztendlich auch der Grund, warum ich heute Künstler bin und damit der sein kann, der ich wirklich bin. Denn das ist eines der wichtigsten Dinge im Leben. Die zwei anderen wichtigen Aussagen, die ich bekam waren: dass man nur an sein Ziel kommt, wenn man sich gegen Angst und für die Liebe entscheidet (das man bei etwas mit Liebe dabei ist). Dies ist der direkte Kanal, der einem mit allem verbindet.